Peta und die Ratten

Die Tierschutzorganisation Peta scheint ad momentum besonders viel Zeit zur Verfügung zu haben. Nun protestiert sie gegen das Computerspiel Battlefield 3, da in diesem, Ratten auf gewaltsame Art und Weise getötet werden. Dies würde dazu führen, dass Tiere von nun an besonders gewaltsam von unserer Welt gebracht werden und die Jugend verroht:

“So erhalten Spieler die Möglichkeit, einer Ratte mit einem Kampfmesser in den Rücken zu stoßen, um sie anschließend am Schwanz hochzuheben und ihren toten Körper dann wie Abfall beiseite zu werfen. Peta gibt zu bedenken, dass auch das Töten von virtuellen Tieren eine verrohende Wirkung auf das junge männliche Zielpublikum haben kann”

Damit wären wir also wieder bei den üblichen Begründungsmustern. Das virtuelle Töten lässt die Jugendlichen in der sogenannten realen Welt gewaltaffiner werden.
Dass dies widerlegt wurde, muss ich nicht weiter erläutern. Aber nicht nur das.
Peta scheint hier auf einen Zug der Aktualität aufzusteigen. Das Töten von Ratten ist auch aus anderen Spielen bekannt, wesentlich älteren (dennoch guten) Ego-Shootern, wie z.B. Quake oder Max Payne.
Es ist also nichts neues und wenn Petas Behauptung sich tatsächlich real niederschlagen würde, hätten wir wesentlich weniger Ratten auf der Weltkugel zu verzeichnen (gerade weil es das Töten von Ratten bereits gibt). Bei manch Rattenplage schiene mir das wünschenswert. Jedoch ist eine Zunahme roher Gewalt an Tieren durch Jugendliche meines Wissens nach nicht zu verzeichnen.

Vielmehr ist es das vom Kapitalismus getriebene Unternehmen, das Tiere gewaltsam tötet, sie aus ihrem Habitat vertreibt, etc.

Darum sollte sich Peta eher kümmern.

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